Fallstudie · 2026

Hafenlicht Werft

Eine Bootswerft in dritter Generation, 34 Mitarbeitende, Auftragsbücher voll — und ein Auftritt aus dem Jahr 2009, der davon nichts erzählte.

Auftrag
Marke, Website
Zeitraum
14 Wochen
Team
3 Personen
Ergebnis
+41% Anfragen

Ausgangslage

Die Werft lebt von Empfehlungen. Wer ein Boot bringt, kommt über jemanden, der schon einmal da war. Das funktioniert — bis die Generation wechselt und die Empfehlungen ausbleiben, weil die neuen Eigner zuerst im Netz nachsehen.

Der alte Auftritt zeigte Bootsrümpfe vor grauem Himmel und einen Fließtext über „Qualität und Tradition“. Was die Werft tatsächlich auszeichnet — Reparaturen, für die andere keine Zeit haben — stand nirgends.

Vorgehen

Wir haben zwei Tage in der Halle verbracht und mit den Leuten gesprochen, die dort arbeiten. Aus 19 Gesprächen entstand ein Satz, der die Werft besser beschreibt als jede Broschüre:

„Wir reparieren, was andere ersetzen würden.“

Dieser Satz wurde zur Klammer für alles Weitere: Bildsprache (Werkstatt statt Hochglanz), Typografie (robust, ohne Nostalgie) und Struktur der Website (Leistungen nach Booten sortiert, nicht nach Abteilungen).

Umsetzung

Die Website kommt ohne Fremdskripte aus und lädt auch am Steg mit schlechtem Empfang. Fotos werden in drei Größen ausgeliefert, die Startseite wiegt vollständig geladen unter 300 Kilobyte. Die Werkstatt pflegt Referenzen selbst — dafür genügte eine Schulung von drei Stunden.

Ergebnis

KennzahlVorherNachher
Anfragen pro Monat1724
Ladezeit Startseite4,8 s0,9 s
Anteil Mobilgeräte38%61%
Bewerbungen pro Quartal29

Zahlen aus dem eigenen Analysewerkzeug der Werft, Zeitraum Januar bis Juni 2026 gegenüber Vorjahr.

Ähnliches Vorhaben? Sprechen wir.