Ausgangslage
Die Werft lebt von Empfehlungen. Wer ein Boot bringt, kommt über jemanden, der schon einmal da war. Das funktioniert — bis die Generation wechselt und die Empfehlungen ausbleiben, weil die neuen Eigner zuerst im Netz nachsehen.
Der alte Auftritt zeigte Bootsrümpfe vor grauem Himmel und einen Fließtext über „Qualität und Tradition“. Was die Werft tatsächlich auszeichnet — Reparaturen, für die andere keine Zeit haben — stand nirgends.
Vorgehen
Wir haben zwei Tage in der Halle verbracht und mit den Leuten gesprochen, die dort arbeiten. Aus 19 Gesprächen entstand ein Satz, der die Werft besser beschreibt als jede Broschüre:
„Wir reparieren, was andere ersetzen würden.“
Dieser Satz wurde zur Klammer für alles Weitere: Bildsprache (Werkstatt statt Hochglanz), Typografie (robust, ohne Nostalgie) und Struktur der Website (Leistungen nach Booten sortiert, nicht nach Abteilungen).
Umsetzung
Die Website kommt ohne Fremdskripte aus und lädt auch am Steg mit schlechtem Empfang. Fotos werden in drei Größen ausgeliefert, die Startseite wiegt vollständig geladen unter 300 Kilobyte. Die Werkstatt pflegt Referenzen selbst — dafür genügte eine Schulung von drei Stunden.
Ergebnis
| Kennzahl | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Anfragen pro Monat | 17 | 24 |
| Ladezeit Startseite | 4,8 s | 0,9 s |
| Anteil Mobilgeräte | 38% | 61% |
| Bewerbungen pro Quartal | 2 | 9 |
Zahlen aus dem eigenen Analysewerkzeug der Werft, Zeitraum Januar bis Juni 2026 gegenüber Vorjahr.